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. . . IM HAUSHALT---KLEIDUNG---VERMISCHTES---ARCHÄOLOGISCHE FUNDE

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Wachstafel mit Stylus, Laubholz (Füllung = geschwärztes Wachs, Stylus = Knochen)
Nach einem Fragment aus Freiburg/Br. als zweiteiliges sog. Diptychon rekonstruiert. Größe und Erscheinungsbild unterschied sich stark. Allein im Freiburger Fundgut variiert ihre Länge zwischen 5 und 20 cm. Neben einteiligen Exemplaren mit Griff und ohne Griff finden sich auch mehrteilige Wachstafelbücher, dann als Polyptichon bezeichnet (1).
Der Stylus (Griffel), entsprechend einem Würzburger Fund, gibt eine Form mit langer Laufzeit wieder (2) der dort nicht näher eingegrenzt ins Hoch-, evtl. ins Spätmittelalter datiert wird (3). Vergleichbar ausgeformte Styli finden sich z.B. aus der 2. Hälfte 12. Jh., in London, dort aus Blei (4) und aus Eisen in Sindelfingen aus der Mitte des 14. Jahrhunderts (5).
Geschrieben wurde mit dem Griffel in das in die Vertiefung der Holztafel gefüllte Wachs. Vor neuen Eintragungen musste das Wachs lediglich mit der Rückseite des Griffels abgeschabt werden. Das schreiben auf Wachstafeln war bereits in der Antike bekannt und hielt sich bis in die Neuzeit (6).
 
 
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1) Müller 1995, S. 300
2) Hembach 2003, Texte S. 103
3) Hembach 2003, Katalog S. 63
4) Egan 1998, S. 270f.
5) Scholkmann 1992-93, S. 196
6) Herzog 1997, S. 86
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