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Gugel, Wolle
Hier mit Breit-/Bandschwanz auf Basis (Schnitt) von Herjolfsnes No. 66 (1). Die Gugel ist, mehr noch als die Bundhaube, fester Bestandteil Herrenmode des 14. Jahrhunderts. Seit dem Hochmittelalter kunsthistorisch nachzuweisen variieren über die Jahrhunderte die Breite des Schulterkragens und Länge des Schwanzes (2) (Zipfel). Dieser verlängert sich im Lauf des 14. Jahrhunderts zusehends und obwohl auch kurze Ausführungen weiter gebräuchlich bleiben erreicht er im ersten Viertel des Jahrhunderts nahezu den Gürtel und wird später so lang das er hinter den Gürtel gesteckt getragen werden kann.
 
 
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1) Nörlund 1924, S. 154f.
2) Die Bezeichnung des Gugelschwanzes als "Sendelbinde" findet sich in keinem bekannten mittelalterlichen Text, ebenso wenig in den gängigen mittelhochdeutschen und etymologischen Wörterbüchern. Vielmehr leitet sich das Wort etymologisch von der Bezeichnung "Zendal", einem Seidenstoff, ab und beschreibt ein dünnes Band aus schmückendem Seidenstoff. Woher der Begriff „Sendelbinde“ stammt und wie er zur Gugel fand bleibt vorerst unbekannt. Nachweisen lässt er sich erst in den Kostümkundebüchern des 19. Jahrhunderts.In: Kania, Katrin: Übersehen - verkannt - vergessen. Die Gugel in Wort, Bild, Fund und Experiment. Unveröffentlichte Magisterarbeit, Bamberg 2003, S. 39ff.
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