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. . . IM HAUSHALT---KLEIDUNG---VERMISCHTES---ARCHÄOLOGISCHE FUNDE

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Herdkessel, Eisen
Solche Kessel (1) dürften zumeist aus Messing bestanden haben aber auch solche aus Kupfer finden sich dokumentiert (2). Darüber hinaus listet ein Lüneburger Testament ein Exemplar das der Testator ohne Materialangabe nur als "schwarz" angibt. Ob dieser "schwarze Kessel" (3) aus Eisen gefertigt war bleibt unbekannt. Allerdings lassen sich eindeutig eiserne Kessel über den Fund von entsprechenden Wandungsragmenten auf der Burgstelle Friedberg (Schweiz) nachweisen (4).
Üblicherweise wurden solche Kessel am sog. Kesselhaken über dem Feuer aufgehängt oder auf einen, ins Feuer gestellten, Dreifuß gesetzt (5). Wobei hier in Franken und somit auch in Bayreuth, den Inventaren folgend, eher der Dreifuß Verwendung fand, der in Nord- und Westdeutschland allgemein übliche Kesselhaken jedoch kaum. Möglicherweise beschränkte sich dessen Verwendung hier in der Region sogar nur auf herrschaftliche und gewerbliche (Wirtshäuser) Küchen (6).
 
 
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1) Der hier gezeigte Kessel orientiert sich in Größe und Ausführung an einem auf der Peterköfele-Ruine in Südtirol gefundenen Bronzekessel. Datiert auf die Zeit vom Ende des 13. bis Anfang des 14. Jahrhunderts.
2) Mosler-Christoph 1998, S. 201
3) Bis heute bezeichnet man unlegiertes Stahlblech wegen seiner relativ dunklen Farbe als „Schwarzblech“.
4) Müller 1981, S. 7-90
5) Mosler-Christoph 1998, S. 201f.
6) Bedal 1997, S. 59
 
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