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. . . IM HAUSHALT---KLEIDUNG---VERMISCHTES---ARCHÄOLOGISCHE FUNDE

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Küchenbesteck aus Holz, versch. Laub- und Nadelholzarten
Quirl (A). Archäologisch fanden man sie u.a. in Freiberg in Sachsen (grob, 13./14. Jh.) (1), Meißen (Ende 10./Anfang 11. Jh) und Nowgorod (2). Aus dem Kronenstück von Wacholder oder Tanne gefertigt, dienten sie noch bis ins 20. Jahrhundert hinein in fast jeder Küchen als Rührgerät.
Kochlöffel (B). Hier in Form und Größe an Funde aus Freiburg und Konstanz angelehnt*, hat er sich bis heute nahezu nicht verändert. Formal unterscheiden sie sich oft nur durch Laffengröße und Stiellänge, von Esslöffeln mit runder Laffe und geradem Stiel, dieser Zeit. Manchmal verraten aber auch Brandspuren an der Laffe den Kochlöffel (3).
Rührholz (C). Es basiert auf drei nahezu identischen Originalen aus Braunschweig (um 1200) (4), Freiberg in Sachsen (undatiert) (5) und London (1270-1350). Wobei der Londoner Fund dort als „spatula“ angesprochen wird (= Spatel, oder auch Pfannenwender) (6).
Spatel (D). Auch hier, nach Stücken aus Freiburg und Konstanz. So häufig und oft sie, nicht nur dort, zutage kommen, uns fehlt eine Datierung. Aber scheinbar unterliegen sie nur mäßigem zeitlichen Wandel, wie volkskundliches Vergleichsmaterial und nachmittelalterliche Funde aus Antwerpen zeigen. Gedient haben, solch kleine Exemplare wie hier, wohl zum Entnehmen von z.B. Honig, Butter oder vielleicht auch Kosmetika (7).
 
 
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1) Niederfeilner 2004, S.66
2) Arndt 1991, S. 110ff
3) Müller 1996, S. 137
4) Busch 1997, S. 172
5) Gühne 1991, S. 30
6) Egan 1998, S. 154
7) Müller 1996, S. 137f
* Unter den dort gefundenen Löffeln, finden sich mehrere gleichartige Laffen mit geradem (aber abgebrochenen) Stiel. Sie decken den Zeitraum vom 13. bis zum 16. Jahrhundert ab.
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