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. . . IM HAUSHALT---KLEIDUNG---VERMISCHTES---ARCHÄOLOGISCHE FUNDE

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Flasche, Waldglas
Neben den doppelkonischen Flaschen und dem sog. Kuttrolf (oder Angster) finden sich auch immer wieder solche kugeligen, bzw. birnenförmigen Flaschen im Fundgut. Sie datieren allgemein auch eher ins 15. und 16. Jahrhundert. Bemerkenswert, in Süddeutschland sind sie außerdem auch weitaus seltener als die beiden erstgenannten Typen (1).
Gleichwohl lassen sich kugeligen Flaschen aber bereits für das 13./14. Jahrhundert nachweisen. Zum Beispiel mehrfach in Schleswig, über mehrere Bodenfragmente mit den, für diese Flaschen typischen, leicht hochgestochenen, Boden. Dort als, einfache Flaschen mit bauchiger Wandung angesprochen (2). Aber auch in Süddeutschland findet sich diese frühe Datierung für solche Flaschen in den Würzburger Funden wieder, wobei hier das 14. Jahrhundert als wahrscheinlicher erscheint (3).
Verschlossen wurden Flaschen zunächst mit Textilien, Werg, Leder, Pergament, Holz oder Wachs. Und seit dem 13. Jahrhundert auch schon mit metallgefassten Verschlüssen. Der aus heutiger Sicht naheliegende Kork als Verschluss, lässt sich erstmals für das 15./16. Jahrhundert nachweisen und wird erst im 17. Jahrhundert allgemein üblich (4).
 
 
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1) Gareiß-Castritius 1997, S36f
2) Steppuhn 2002, S. 35
3) Gareiß-Castritius 1997, S37
4) Steppuhn 2002, S. 76
 
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