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Nietbrille, Buchsbaum
Die Brille, in Italien erfunden (1), war in Venedig bereits Ende des 13. Jahrhunderts sehr verbreitet (2). In Deutschland finden sich Nietbrillen im klerikalen Bereich u.a. datiert für das 13./14. Jahrhundert in Lüneburg und für um 1350 in Wienhausen, im städtischen Umfeld in Zwolle oder Konstanz.
In Freiburg zeigen sich zwei verschieden Arten die Gläser zu fassen. Zum einen eine konische Rille in der Fassung, zum anderen einen Rand auf der Innenseite der das eingekleben oder das fixieren des Glases mit einem Ring ermöglicht (3). Neben den hölzernen Freiburger Brillengestellen mit gebogenem Stiel finden sich, leider undatiert, ein Fragment in Konstanz (4) und aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts in London (5) mir geradem Stiel, beide aus Knochen gefertigt.
In der hier gezeigten Brille gibt die Variante mit konischer Rille wieder. Damit die Gläser eingesetzt werden können ist das Gestell aufgesägt und, sind die Gläser eingesetzt, mit einer Schnürung verschlossen.
 
 
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1) Frugoni 2003, S. 9
2) Eine Verordnung an die Verarbeiter von Glas und Kristal die sich gegen den Betrug beim Handel mit u.a. "runde Scheiben für die Augen" richtete, deutet darauf hin, in: Frugoni, Chiara: Das Mittelalter auf der Nase. Brillen, Bücher, Bankgeschäfte und andere Erfindungen des Mittelalters. München 2003, S. 20
3) Müller 1995, S. 301
4) Erath1996, S. 189
5) Egan 1998, S. 276f.
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