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Deckel
Hölzerner Topfdeckel,* Laubholz
Gemessen an der Zahl von augenscheinlich für Deckel vorgesehenen Gefäße finden sich nur wenige Deckel aus Keramik im Fundgut. Möglich, das die nur wenigen Deckel, universell, auf mehreren Gefäße verwendet wurden (1). Möglich auch, das Deckel auch aus anderem Material, z.B. aus Holz gefertigt, gleichermaßen gebräuchlich waren (2). Solche hölzernen Deckel finden sich allerdings noch seltener. Uns sind nur zwei Exemplare bekannt. Einer aus Freiberg in Sachsen, er datiert ins 13./14. Jh. und entspricht in Form den vor Ort üblichen Hohldeckeln aus Keramik (3). Und ein weiterer aus Oldenburg, aus dem 13. Jahrhundert. Auch dort, ähnlich den regionalen Keramikdeckeln.
Ihre Seltenheit im Fundgut dürfte sich durch, für das Material, ungünstige Erhaltungsbedingungen im Boden und wohl die Tatsache erklären, das hölzernes Küchenequipment gegebenenfalls im Herdfeuer endete (4).
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*Der hier gezeigte Deckel entspricht in seiner Form, wie die Vorbilder die hier Pate standen, den jeweilig regionalen Topfdeckeln aus Keramik.
1) Wir erklären uns diese Diskrepanz durch folgende Beobachtung: In unserer Küche zerbrachen, ob durch unsachgemäßen Gebrauch oder Unachtsamkeit, über die Jahre einiges an Töpfen. Aber bis auf eine Ausnahme, keine Deckel. Und wenn der Deckel "überlebt", reicht es, einfach nur einen Topf entsprechender Größe beim Hafner zu holen.
2) Niederfeilner 2004, S. 51
3) Niederfeilner 2004, S. 65
4) Niederfeilner 2004, S. 51
 
 
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