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item7
Paternoster, Beinperlen; Quasten aus Wolle
Solche Gebetsschnüre wurden seit dem 13. Jahrhundert von Personen aller Stände (sicher auch in Bayreuth) offen getragen und dienten als Zählhilfe beim beten. Bevor sie vom heute gebräuchlichen Rosenkranz abgelöst wurden, waren sie noch bis ins frühen 16. Jh. in den verschiedensten Ausführungen nebeneinander in Gebrauch. Schlichte, durchgehend mit gleichgroßen Perlen neben solchen, durch z.B. größere Perlen (A) unterteilte Gebetsschnüre. Ebenso war die Länge uneinheitlich. Während kurze Ketten (10 – 25 Perlen) von Männern genutzt wurden und Ketten mit bis zu 150 Perlen ausschließlich von Frauen, waren Ketten mit 25 – 50 Perlen am häufigsten vertreten. Dabei waren Bein (Knochen) und Holz die am häufigsten zu Paternosterperlen verarbeitete Materialien.
Gleichzeitig waren die Paternoster (1) aber auch Statussymbol. So konnten die Perlen auch aus wertvollen Materialien gefertigt sein, z. B. Gold, Silber, Koralle, Bernstein, Gagat, oder Glas entsprechen der verschiedenen Gesellschaftsschichten (2). Hier ein Bespiele mit 10 krappgefärbte (3) Bein- und zwei Bernsteinperlen (B).
 
 
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1) lat. pater noster = Vater unser
2) Sptizer 2006, S 360 ff.
3) Alle hier verwendeten roten Perlen sind krappgefärbte Beinperlen
 
 
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